Wellensittiche:
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1. Lebensraum und Gefahren
Die Wellensittichen leben in ihrer Heimal Australien in großen Schwärmen. Dies ist gleichzeitig ein Schutz vor Raubvögeln, da sich diese auf ein einzelnes Tier konzentrieren müssen, was in einem Schwarm nicht so einfach ist.
Durch ihr grünes Gefieder mit grün-schwarzen Wellenmuster sind sie in den Baumen und auf dem Boden nicht so leicht zu erkennen.
Auch in ihren Ruhephasen bleiben sie ihrem Schwarm treu, während der Nachtruhe oder Mittagshitze sitzen sie oft weit oben im Geäst der Bäume.
Enddeckt einer der Vögel einen Feint, stößt er einen Warnruf aus und alle Wellis erheben sich in die Lüfte. So bleibt dem Angreifer kaum Zeit, sich einen bestimmten Sittich als Opfer auszusuchen.
Weitere Gefahren weren durch Schlangen ausgelöst, die sich auf dem Boden oder im Geäst der Bäume Nahrung suchen.Besonders Wellensittichküken sind eine leichte Beute für die Angreifer.
Auch Buschbrände und Trockenheit sind Gefahren für die Sittiche.
2. Ernährung von den Wellis von Vogelhaltern:
-ausgewogene Körnermischung
-Kolbenhirse
-Eifutter (Aufzuchtfutter)
-Grünes (Vogelmiere, Löwenzahn, Feldsalat, Eisbergsalat)
-Obst (Apfel, Trauben, Kiwis, Mandarinen)
-Gemüse (Salatgurken, Paprika)
-Baumzweige zum Nagen
3. Zusätze zur Ernährung
Vogelkohle
Bierhefe Pulver
Vitaminkalk

Badesalz

Jod-Pickstein

Taubengritstein

Volierengritstein

4. Brut und Zucht
Vor der Zucht unbedingt überlegen wo man die Jungtiere unter bekommt.
-Einzelzucht in Zuchtboxen
-Kolonienzucht in Volieren
Die Zuchttiere sollten mindestens 1 Jahr alt, fit und gesund sein, da die Brut für die Eltern eine anstengende Zeit ist.
Vor der Brut braucht das Weibcken Picksteine, Mineralkalk, Eifutter und Keimfutter.
Der Nistkasten sollte mindestens 20x14x14 cm sein, das Einfluglochsollte einen Durchmesser von 4-5 cm haben.
Empfehlenswert darunter eine Anflugstange.
Eiablage erfolgt meist im Abstand von 2 Tagen, 4-6 Eier sind der Normalfall, es können jedoch auch weniger oder mehr sein.
Bereits nach 4 Tagen Bebrütung kann man erkennen, ob das Ei befruchtet ist. Dies geht am besten mit einer speziellen Eierkontrolllampe. Um die Eier nicht zu beschädigen, ist es sinnvoll eine Eierzange aus Kunststoff dazu zu nehmen.
Während der rutzeit sollte man die Hennen nicht zu oft stören.
Die Brutzeit beträgt 18-19 Tage, die Jungen schlüpfen meist im Abstand von 2 Tagen. In den ersten Tagen füttert die Henne lediglich sog. Vormagenmilch. Nach 2-4 Tagen bekommen die Küken Aufzucht- und Körnerfutter.
Nach ca. 1 Woche sprießen die ersten Federkiele, nach 2-3 Wochen kann man schon die Farbe erkennen.
Regelmäßig aus dem Nistkasten den Kot entferen, sowie den Kot an den Vogelfüßen, ansonsten kann es zu Krallenproblemen kommen.
Bei größeren Gelegen kann es leider sein, daß die Nachzügler von den älteren Geschwister erdrückt oder nicht ausreichend gefüttert werden.
Nach ca. 4-5 Wochen verlassen die Küken den Nistkasten, es kann jedoch auch mal bis 6 Wochen dauern.
Abgeben kann man die Jungen ab der 8 Woche, sie sollten beringt sein.
5. Zuchtformen und Größen
-Hansi-Bubi
18-20 cm von Kopf bis Schwanzspitze, 35-40 gr. schwer, höchstens 6 Kehltupfen, je nach Farbschlag.
-Halbstandard
Mischung aus Hansi-Bubi und Standard, wobei die Merkmale entweder don der einen oder anderen Form stärker hervor treten.
-Standard
mindestens 21 cm, Gewicht 45-55 gr. zahlreiche Kehltupfen können über 16 sein.
5. Farbschläge des Wellensittichs
-Albino
-Australische Schecken (verschiedene Farben)
-Blackface
-Hellflügel (verschiedene Farben)
-Falbe (verschiedene Farben)
-Gelbgesicht (verschiedene Farben)
-Harlekin (verschiedene Farben)
-Ino
-Opalin (verschiedene Farben)
-Rainbow
-rezessiver Schecke (verschiedene Farben)
-kontinentaler Schecke (verschiedene Farben)
-Schwarzauge
-Lutino
-Spangle (verschiedene Farben)
-Zimter (verschiedene Farben)